admin

Die schlaue Art zu wohnen: Smart Home

Ein intelligentes Haus bzw. eine intelligente Wohnung, wie man „Smart Home“ übersetzen könnte, ist dem menschlichen Wesen gar nicht so fern, wie man denken mag: Es besteht aus einem Gehirn (Server), unterschiedlichen Sinnen (Sensoren, die Helligkeit, Wärme oder Bewegung wahrnehmen können), Nervenbahnen (Vernetzung durch Kabel oder Funk) und Muskeln (Steuerungskomponenten, sog. Aktoren, z. B. Motoren, die die gewünschten Aktionen ausführen). Bisher ist statistisch gesehen nur ein Prozent der neugebauten Häuser entsprechend vernetzt und auf das Konzept des intelligenten Wohnens ausgelegt. Die Vorteile eines Smart Homes gehen weit über die Komponente „Komfort“, die von vielen als technischer Firlefanz abgetan wird, hinaus, denn vernetzte Häuser bieten zudem Energieersparnis, Flexibilität und Sicherheit.

Lichtsteuerung und Wärmeregulierung: Potenziale des intelligenten Wohnens

Ein vernetztes Haus, das über unterschiedliche Sensoren und Aktoren verfügt, kann durch das automatische Hoch- und Runterfahren der Rollläden, die Regulierung der Heizung oder die Steuerung verschiedener Lichtszenarien nicht nur den Alltag der Bewohner erleichtern, sondern ihn auch sicherer und billiger machen. Unnötiges Heizen, wenn keiner zu Hause ist, entfällt, wenn man eine Programmierung vornimmt, die die Heizung höher fährt, kurz bevor jemand nach Hause kommt. Einbrecher werden abgeschreckt, wenn die Lichtsteuerung die Anwesenheit der Bewohner simuliert, auch wenn keiner da ist. Viele der Funktionen eines Smart Homes lassen sich praktischerweise auch aus der Ferne steuern, z. B. per Handy. Für Vergessliche kann folgende Funktion der rettende Anker sein: Offenstehende Außentüren, unnötig brennende Leuchten oder angelassene Kochplatten und Bügeleisen können durch das System beim Verlassen des Hauses gemeldet bzw. automatisch ausgeschaltet werden.

Assistenzsysteme für ältere Menschen

Das Konzept des intelligenten Hauses ist nicht nur für Technik-Freaks oder Leute, die Energie sparen wollen, gedacht, sondern auch für ältere und hilfsbedürftige Menschen. Für diese Zielgruppe stehen nicht die technischen Spielereien im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, durch eine Smart-Home-Vernetzung länger alleine zu Hause wohnen zu bleiben. Ein nachlassendes Gedächtnis und bestimmte körperliche Gebrechen können mithilfe der Technik eines intelligenten Hauses ausgeglichen werden. Auch wenn komplett ausgestattete Smart Homes noch ein wenig nach Zukunftsmusik klingen, so sind jedoch einzelne Elemente der Smart-Home-Technologie für verschiedene Zielgruppen sicherlich schon jetzt eine willkommene Hilfe und Erleichterung im Alltag.

Be Sociable, Share!
  • More in Die schlaue Art zu wohnen: Smart Home

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben