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Fenster mit Lichtsteuerung, Fenster der Zukunft

Ein Fenster, dessen Helligkeit man genauso regeln kann wie eine Leuchte? Wenn es nach den Forschern des Instituts für Nanotechnologie der Universität Kassel geht, dann wird Lichtsteuerung am Fenster bald schon zur Realität.

Das aktive Fensterglas: Lichtsteuerung durch Microspiegel

Im Inneren des neuartigen Fensters befinden sich Millionen Mikrospiegel. Sie sind im Luftspalt der mehrfachverglasten Fenster untergebracht und ermöglichen es das Tageslicht, das von außen in den Raum gelangt, zu lenken. Die Mikrospiegel sind in ihrer Ausrichtung sehr flexibel. Im Sommer hat dies den Vorteil, dass das natürliche Licht und die Wärme durch das Fenster reflektiert werden und somit draußen bleiben. Ebenso wird eine Blendung vermieden, denn das aktive Fensterglas ist in der Lage die Lichtintensität sozusagen zu dimmen. Es schützt also vor der Sonne, ohne die Sicht nach draußen zu beeinträchtigen. In der kälteren Jahreszeit hingegen kann man die winzigen Spiegel derart ausrichten, dass sie möglichst viel Licht und Wärme durch das Fenster hindurch lassen. Das Fenster kann somit eine sinnvolle Ergänzung zu einer Bürobeleuchtung sein. Je nach Wunsch können zum Beispiel Büroräume mal mehr oder mal weniger mit Tageslicht versorgt werden. Auch lässt sich das natürliche Licht punktuell ausrichten – zum Beispiel zur Zimmerdecke.

Marktreife in etwa fünf Jahren

Die Produktion der Mikrospiegel ist kostengünstig und sie sind relativ langlebig. Laut der Erfinder verfügen sie über eine Lebensdauer von 30 Jahren. Der bisherige Prototyp soll in etwa fünf Jahren zur Marktreife geführt werden. Das Funktionsprinzip der mikroverspiegelten Fensterscheibe ist dann vermutlich nicht nur für Häuser oder Bürogebäude interessant, sondern auch für Autospiegel oder die Fenster von Fahrzeugen.

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