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Die Solarenergie in der Krise

Die Sonne ist die größte Energiequelle und mit einer Energiemenge von 1,5 x 1018 kWh, die pro Jahr auf die Erdoberfläche trifft, auch der potentiell größte Energielieferant für die Erdbevölkerung. Die Energie der Sonnenstrahlung, die jährlich auf die Erde trifft, ist ungefähr 10.000-mal so hoch wie der jährliche Weltenergiebedarf. Da liegt es nahe, diese Energie, die praktisch kostenlos von oben auf uns herabscheint, für unseren Strombedarf zu nutzen. Der anstehende Atomausstieg und das Nachhaltigkeitsbestreben machen die Nutzung von erneuerbaren Energien wie der Solarenergie unabkömmlich.

Vorteile der Solarenergie

Die auf die Erde einstrahlende Energie unterscheidet sich je nach Tages- und Jahreszeit und nach Breitengrad. Während in Mitteleuropa jährlich ca. 1.000 kWh pro Quadratmeter einstrahlen, liegt die Energiemenge in der Sahara bei 2.350 kWh pro Quadratmeter. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, die bisher hauptsächlich als Strom- und Wärmelieferanten gedient haben, ist die Sonnenenergie nach menschlichem Ermessen unbegrenzt verfügbar. Die Erzeugung und Verwendung von Strom aus Solarenergie ist klimaschonend, da lediglich bei der Produktion von Solarmodulen Treibhausgase entstehen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz und asiatischer Solarmarkt

Um den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern, hat die Bundesregierung bereits im Jahre 2000 ein „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) erlassen, das die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz regelt und auch fördert, indem den Stromerzeugern feste Einspeisungsvergütungen zugesagt werden. Aktuell werden jedoch die Förderungen und Einspeisungsvergütungen wieder gekürzt. Diese politische Wende und die Dumping-Preise der asiatischen Solarmodulhersteller bereiten der deutschen Solarbranche große Schwierigkeiten. Nach einigen Jahren der Hochkonjunktur mussten nun bereits mehrere Unternehmen Insolvenz anmelden.

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