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Bye, bye, Birne!

Am 1. September 2012 ist es soweit: Die Glühlampe ist endgültig Geschichte. Vor drei Jahren begann das langsame „Ausphasen“ des als ineffizient eingestuften Leuchtmittels, indem man zunächst alle matten und die klare 100-W-Birne aus den Läden verbannte. 2010 folgte die 75-W-Glühbirne und 2011 die am meisten in Privathaushalten eingesetzte 60-W-Variante. Ab dem 1. September 2012 dürfen nun keine Glühlampen ab 7 W mehr produziert werden, was praktisch das Aus des beliebten Leuchtmittels bedeutet. Halogenlampen, die den Glühlampen in der Bauart sehr ähnlich sind, aber etwas energieeffizienter sind, sind derzeit noch nicht direkt vom Glühlampenverbot betroffen, könnten aber in Zukunft auch vom Markt verschwinden. Ein entsprechendes Gesetz existiert schon, muss aber 2014 nochmals vorgelegt werden. Industrie und Verbraucher hoffen dann auf eine Revision.

Was steckt hinter der „EU-Effizienzrichtlinie für Licht“?

Die EG-Verordnung 244/2009, so die offizielle Bezeichnung des Glühlampenverbots, schreibt neue Ökodesign-Anforderungen für Leuchtmittel vor. Diese Vorschriften sollen zur Einhaltung der europäischen Energieeffizienz- und Klimaschutzziele beitragen. Die Glühlampe wird deshalb häufig als Stromfresser bezeichnet, da sie nur fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht umwandelt und 95 Prozent als Wärme verpuffen. Andere Leuchtmittel, wie z. B. die Energiesparlampe oder die LED, weisen in der Hinsicht eine wesentlich bessere Bilanz auf. Während die Energiesparlampe jedoch immer noch hin und wieder in der Kritik steht, dafür dass sie geringe Mengen Quecksilber enthält und nicht so schaltfest ist, gilt die LED als Leuchtmittel der Zukunft. Nur der derzeit noch recht hohe Preis (für eine LED-Lampe muss man mit mindestens 20 € rechnen) schreckt viele Verbraucher vom Kauf einer LED-Lampe ab.

Lumen und Kelvin statt Watt

Hat man sich in der Vergangenheit beim Kauf einer Lampe immer nach der Wattzahl gerichtet, werden in Zukunft die Werte Lumen (Lichtstrom) und Kelvin (Farbtemperatur) die entscheidenden Faktoren bei der Leuchtmittelwahl sein. Um die warme Lichttemperatur der Glühbirne zu erreichen, sollte man ein Leuchtmittel wählen, das zwischen 2.700 und 3.000 Kelvin hat. Was den Lichtstrom betrifft, liegt eine Lampe mit 600 Lumen ungefähr im Bereich einer 60-W-Glühlampe. LED-Lampen erreichen diesen Wert schon mit einer Leistungsaufnahme von 10 bis 12 W.

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