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Wilhelm Wagenfeld – der Vater der Bauhausleuchte

„Glas ist der Zauber gefrorenen Lichts“ – dieses Zitat des Industriedesigners Wilhelm Wagenfeld verdeutlicht die Wichtigkeit, die eine harmonische Verbindung von Glas und Licht für ihn gehabt haben muss. Glas und auch Licht waren für die Arbeit von Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) sehr bedeutsam. Kaum verwunderlich also, dass eine Leuchte zu seinen berühmtesten Werken zählt: die „WG24“ von 1924, besser bekannt als Bauhaus- oder auch Wagenfeldleuchte. Zu jener Zeit war Wagenfeld Silberschmied-Geselle am Bauhaus in Weimar. Mit der Unterstützung seines damaligen Lehrers Lázló Moholy-Nagy gelang ihm der Entwurf der zeitlosen Leuchte mit der milchig-weißen Glaskugel, den er später noch einmal verfeinerte.

Weitere Wirkungsstätten: Jena, Berlin und Stuttgart

1925 zog das Bauhaus nach Dessau um. Wagenfeld blieb in Weimar und wurde Mitarbeiter in der Metallwerkstatt der Bauhochschule, die 1930 jedoch bereits wieder schloss. Nach weiteren Stationen – unter anderem im Jenaer Glaswerk Schott und einer Professur an der Staatlichen Kunsthochschule in Berlin – gründete Wagenfeld 1954 in Stuttgart die „Werkstatt Wagenfeld“. Zu deren Auftraggebern gehörten bedeutende Firmen wie Braun, WMF und Rosenthal.

Impulsgeber des Industriedesigns

Der gebürtige Bremer machte sich im Laufe seines Lebens vor allem mit der Gestaltung von Metall-, Glas- und Porzellanprodukten einen Namen. Diese sollten formschön aber vor allem auch von Nutzen sein. 2010 wäre Wilhelm Wagenfeld 110 Jahre alt geworden. Der beste Beweis seines innovativen Schaffens ist die ungebrochene Nachfrage nach den von ihm gestalteten Produkten. Wagenfelds Design hatte entscheidenden Einfluss auf die Serienproduktion der Industrie. Seine zeitlosen Klassiker sind noch heute in vielen Haushalten präsent und in Gebrauch. Dazu gehören der Kaffeebereiter „Sintrax“, die Geschirrserie „639“, das bekannte „Pelikan“-Tintenfass oder die Salz- und Pfefferstreuer „Max und Moritz“.

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