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Vorhang auf, Licht an!

Künstliches Licht ist ein wichtiges Mittel, um Atmosphäre zu schaffen. Dies gilt nicht nur für Wohnräume, sondern auch für Bühnen- und Zuschauerräume. Eine künstliche Beleuchtung mit Hilfe von Kerzen, Öllampen und Fackeln wurde notwendig als Bühnenaufführungen im 17. Jahrhundert nicht mehr allein auf Freilichtbühnen, sondern immer öfter in Innenräumen und in den Abendstunden stattfanden.

Die Anfänge der Theaterbeleuchtung

Bis dato wurden Bühne und Zuschauerraum etwa gleich hell beleuchtet, denn beide Räume galten als Repräsentationsorte. Wurde auf der Bühne das jeweilige Theaterstück repräsentiert, so repräsentierte die Sitzordnung die gesellschaftliche Stellung der Zuschauer. Zudem war der Zuschauerraum ein geselliger Treffpunkt, an dem sich auch während der Vorstellung unterhalten wurde. Jedoch hatten die mitunter lauten Gespräche des Publikums den Komponist und Opernregisseur Richard Wagner(1813-1883) schon lange gestört. Daher veranlasste er während der ersten Bayreuther Festspielen im Jahr 1876 erstmals die Verdunkelung des Zuschauerraums. Durch die alleinige Beleuchtung der Bühne lag der Fokus nun tatsächlich auf den dortigen Geschehnissen. Somit bekam die Bühne durch den gekonnten Einsatz von Licht die gebührende Aufmerksamkeit.

Moderne Theaterbeleuchtung

Heute weiß man längst, dass sich mit Licht beeindruckende Effekte erzielen lassen, die die Reaktionen des Zuschauers beeinflussen beziehungsweise noch verstärken können. Der Einsatz von Licht kann Angst und Schrecken aber auch Entzückung und Faszination hervorrufen. Licht ist daher längst zum anerkannten Gestaltungsmittel von Theaterinszenierungen geworden. So ist die Lichtregie heute ein selbstverständlicher Teil der Theaterregie. Spätestens seitdem es Lichtcomputer gibt, wird Licht auch experimentell eingesetzt und ist weit mehr als die bloße Beleuchtung der Bühne mit einigen Scheinwerfern. Erweiterte Möglichkeiten gibt es außerdem durch Erfindungen wie dem Laser und die Weiterentwicklung von Leuchtmitteln – etwa der LED.

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