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Schwibbögen und ihr Ursprung

Kunsthandwerk hat in Deutschland seit jeher einen hohen Stellenwert – man denke nur an schmiedeeiserne Treppengeländer oder filigrane Glasvasen. In der Weihnachtszeit hat vor allem das Holzkunstwerk Hochkonjunktur. Heiligabend erfreuen wir uns am Krippenspiel in der Kirche und viele Familien besitzen eine geschnitzte Miniaturkrippe, die vielleicht im Erzgebirge gefertigt wurde. Im Erzgebirge liegt auch der Ursprung der Schwibbögen. Den Schwibbogen kennt man, neben Christbaumkugeln oder Strohsternen, als klassischen Weihnachtsschmuck. Schwibbögen gehören zur traditionellen weihnachtlichen Schnitzkunst. Einst war „Schwibbogen“ eine architektonische Bezeichnung für einen zwischen zwei Mauer- oder Gebäudeabschnitten frei stehenden Bogen, der Schwebebogen hieß. Daraus bildete sich der Begriff Schwibbogen, der für einen üppig mit Schnitzereien verzierten Kerzenhalter in gebogener Form steht. Als sinnverwandtes Wort für Schwibbogen wird daher auch Lichterbogen verwendet.

Motive, die oftmals in den kunstvollen Schnitzereien von Schwibbögen zum Ausdruck kommen, sind zum Beispiel Kirchen, Tannenbäume oder Engel. Mittlerweile sind auch berühmte Bauten – wie beispielsweise die Dresdner Frauenkirche – als Schwibbogen erhältlich. Der Ursprung derSchwibbögen wird in das Jahr 1726 datiert. Aus dieser Zeit stammen Funde von Schwibbögen aus Eisen. Heute werden Schwibbögen aus Holz gefertigt – etwa aus den Holzarten wie Esche oder Eiche, die eine sehr feine Maserung aufweisen.

Schwibbögen bringen Licht in die dunkle Jahreszeit – damals wie heute

Im 18. Jahrhundert verdienten die Menschen im Erzgebirge ihr tägliches Brot hauptsächlich im Bergbau. Sie arbeiteten unter Tage in tiefer Dunkelheit. So nimmt man an, dass die Schwibbögen aus dem verstärkten Bedürfnis der Bergleute nach Licht entstanden sind. An den langen Winterabenden fertigten sie die Vorgänger heutiger Schwibbögen in Handarbeit. Laut Überlieferung dienten die Schwibbögen ihnen als Licht auf dem Hin- und Rückweg zu ihrer Arbeit. Auch erleuchtetenSchwibbögen die Fenster der Häuser der Bergbaufamilien. Eine sehr schmückende Art der Beleuchtung, die sich bis in die Gegenwart durchgesetzt hat. Heutzutage sind die Schwibbögen aus dem Sortiment der Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr weg zu denken. Im Laufe der Zeit sind durch technologischen Fortschritt neben Wachskerzen auch andere Lichtquellen zur Beleuchtung von Schwibbögen hinzugekommen: beispielsweise Minilichter in Glühlampenform und Leuchtdioden.

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2 Kommentare zu “Schwibbögen und ihr Ursprung”
  1. Anonymam 05.09.2013 um 05:34

    Great Site…

  2. Anonymam 25.10.2013 um 17:58

    inspirational Quotes…

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