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Mobile Lichtquellen: Kienspan, Fackel und Schwedenfeuer

Schon unsere Vorfahren hielten sich nicht immer im selben Raum bzw. am selben Ort auf. Sie waren also, wenn sie im Dunkeln von einem ins andere Zimmer gehen oder sich weiter fortbewegen wollten, auf transportable Lichtquellen angewiesen.

Der Kienspan – ein gut brennbares Stück Kiefernholz

Ein Kienspan ist nichts anderes als ein besonders harziges und somit gut und lange brennbares Stückchen Kiefernholz. Der Name „Kienspan“ kommt von der alten Bezeichnung für Kiefer: Kienföhre. Unsere Vorfahren entdeckten, dass Kiefernholz durch den hohen Harzgehalt länger brennt als andere Holzarten und machten sich diesen Umstand zunutze, indem sie kleine Kiefernstücke, also „Kienspäne“, anzündeten und als fixe sowie mobile Lichtquelle nutzten. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Kienspäne alltäglich genutzt. Nachteilig wirkte sich beim Kienspan aus, dass immer eine ausreichende Menge Holz als Ersatz mitgeführt werden musste.

Fackeln lösen den Kienspan ab

Wahrscheinlich eher zufällig entdeckten die Menschen, dass Fett und Öl das Feuer verstärkten und die Brenndauer des Kienspanes verlängerten. Die Fackel war geboren, ein mit Fett oder Öl getränkter und am oberen Ende verdickter Holzstab, der sich hervorragend als transportable Lichtquelle eignete bzw. in speziellen Halterungen der Beleuchtung von Innenräumen diente. Da bei dieser Lichtquelle nicht nur die gegebenen Holzeigenschaften (das Holz dient nur noch als Träger) genutzt wurden, sondern auch Materialien wie z. B. Pech und Harz hinzugefügt wurden, kann die Fackel als erste künstliche Lichtquelle bezeichnet werden. Ihre besondere Form inspiriert auch in unserer modernen hochtechnisierten Zeit die Lampendesigner. Außerdem sind Fackeln ein beliebter Begleiter bei Laternenumzügen und Nachtwanderungen. Auch bei Gartenfesten tragen sie zu einem stimmungsvollen Ambiente bei.

Das Schwedenfeuer erobert deutsche Gärten

Das sogenannte „Schwedenfeuer“, ein 50-150 cm großer, senkrecht aufgestellter, in der Mitte mehrfach eingeschnittener Stamm eines Nadelbaums (mit einem Durchmesser von 30-60 cm), erfreut sich in den letzten Jahren auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Diese stimmungsvolle, auf die schwedischen Soldaten im Dreißigjährigen Krieg zurückgehende Wärme- und Lichtquelle fehlt zu später Stunde selten auf einem Gartenfest und besticht durch das Flammenspiel, das beim Abbrennen entsteht. Das Schwedenfeuer lässt sich durch ein an der Seite angebrachtes Lüftungsloch in Stärke und Brenndauer regulieren.

Der Vorteil des Schwedenfeuers besteht zudem darin, dass sich nicht nur abgelagertes, sondern auch frisches Holz dafür eignet, was es zu einer beliebten Wärme- und Lichtquelle als Alternative zum Lagerfeuer bei einem spontanen Gartenfest werden lässt.

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Ein Kommentar zu “Mobile Lichtquellen: Kienspan, Fackel und Schwedenfeuer”
  1. Schwedenfeueram 14.03.2012 um 15:05

    Schwedenfeuer werden zur Dekoration, als Wärmespender, Lichtquelle, Objektbeleuchtung oder sogar als Grill- und Kochstelle verwendet. Egal ob im Sommer als Lichtquelle oder im Winter als gemütlicher Wärmespender.

    Kann die Dinger nur empfehlen, sind wirklich eine echte Alternative zum schnöden Feuerchen.

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