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„Mister Bauhaus“: Walter Gropius

Der Name Walter Gropius ist untrennbar mit dem Bauhaus Weimar, der Designer- und Architektenschmiede des modernen Funktionalismus, verbunden. Er gilt neben Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier als Begründer der modernen Architektur und entwickelte 1919 aus der ehemaligen Kunstgewerbeschule Weimar das Staatliche Bauhaus, dessen Leitung er bis 1928, als er sein eigenes Architekturbüro eröffnete, innehatte. Gropius (1883 – 1969) schuf als Verfechter des Funktionalismus Häuser, Möbel, Tapeten, Geschirr und andere Gebrauchsgegenstände, die allesamt klare Linien und einfache Strukturen aufwiesen und für den Verbraucher von praktischem Nutzen waren.

Neue Sachlichkeit der 1920er Jahre

Nach seinem Architekturstudium in München und Berlin, das er ohne Diplom abbrach, arbeitete Walter Gropius mit Peter Behrens zusammen, bevor er sich 1910 als Industriedesigner und Architekt selbständig machte. Seine erste bedeutende Arbeit war 1911 der Bau des Fagus-Werks in Alfeld an der Leine, das richtungsweisend für die „Neue Sachlichkeit“ bzw. das „Neue Bauen“ des folgenden Jahrzehnts sein sollte. Als das Bauhaus 1926 unter Gropius‘ Leitung nach Dessau umzog, entwarf er das neue Gebäude seiner Design- und Architektenschule. In der Zeit des Nationalsozialismus sah sich Walter Gropius zur Emigration nach England und später weiter in die USA gezwungen. Viele Jahre prägte er als Professor an der Harvard University die funktionalistische Architektur in Amerika und gründete 1938 das Architektenkollektiv „The Architects Collaborative“ (TAC). In den späten Jahren seines Schaffens entstanden Bauwerke wie das Pan-Am-Building in New York, die amerikanische Botschaft in Athen und die Rosenthal-Porzellanfabrik in Selb.

Leuchten im Bauhaus

Während man sich in der Weimarer Bauhaus-Zeit noch hauptsächlich auf die Herstellung von Kannen, Zuckerdosen und Saucieren beschränkte, intensivierte man mit dem Umzug nach Dessau die Produktion von Beleuchtungskörpern. Ein Grund dafür war, dass Gropius einerseits Produkte herstellen wollte, die Aussicht auf großen wirtschaftlichen Absatz hatten, und dass andererseits für das Bauhausgebäude selbst viele Leuchten benötigt wurden. In den Werkstattgebäuden kamen sowohl die Zug- und Pendelleuchten von Marianne Brandt zum Einsatz, wie auch die später legendär gewordenen Tischleuchten von Wilhelm Wagenfeld.

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Ein Kommentar zu “„Mister Bauhaus“: Walter Gropius”
  1. Gudrunam 03.04.2012 um 08:22

    Bitte mehr zum Thema Bauhaus, fände ich echt super. Finde Lampen sind ein tolles Designerstück, das viele leider unterschätzen. Hab auch noch ne schöne Seite gefunden, auf der verschiedene Lampentypen vorgestellt werden:) http://www.lampengold.de/.

    Viele Grüße Gudrun

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