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Marianne Brandt – Teekännchen und Metallleuchten

Ein der bekanntesten Künstlerinnen des Bauhauses in Weimar und Dessau war die Chemnitzer Metalldesignerin Marianne Brandt (1893 – 1983). In ihren Entwürfen – von dem berühmten Teeextraktkännchen über den runden Metallaschenbecher bis hin zur Pendelleuchte aus Metall – vereinen sich Ästhetik und Funktionalität. Bei ihrem Eintritt ins Bauhaus 1924 war sie zunächst Schülerin von László Moholy-Nagy, später zählten auch Wassily Kandinsky und Paul Klee zu ihren Lehrmeistern. Noch während ihrer Studienzeit wurde sie kommissarische Leiterin der Metallwerkstatt des Bauhauses.

Gebrauchsgegenstände, die die Zeiten überdauern

Nach ihrem Abschluss 1929 arbeitete sie für Walter Gropius in dessen Bau-Atelier in Berlin. Seine Forderung nach „Standardtypen“, die funktional gestaltet und ökonomisch durchdacht waren, erfüllte Marianne Brandt bis zur Perfektion. Ihre Entwürfe von Gebrauchsgegenständen, wie Kaffee- und Teeservices oder Leuchten, wurden schon damals in Serie produziert und waren kommerziell erfolgreich. Noch heute dienen ihre Ideen und Entwürfe als Vorlage und Inspiration für neue Designs und Entwicklungen. Einige ihrer mehr als hundert Leuchten sind im Museum of Modern Art in New York zu bewundern. Auch die Produktion von Repliken ihrer Werke ist wieder aufgenommen worden – Marianna Brandt hat somit ganz offensichtlich Gebrauchsgegenstände geschaffen, die in ihrer Ästhetik und Funktionalität die Zeiten überdauern.

Mehr als „nur“ Leuchtendesignerin

Marianne Brandt war sowohl zu Lebzeiten als auch nach ihrem Tod 1983 hauptsächlich als Metalldesignerin und damit als Gestalterin von Leuchten und anderen Gebrauchsgegenständen bekannt. Dass sie aber auch als Fotografin, Malerin und Bildhauerin tätig war, ist weit weniger bekannt. Der Malerei widmete sie sich vor allem vor ihrer Bauhaus-Zeit und später im hohen Alter. Die Gestaltung von Collagen hingegen war besonders während ihrer Paris-Aufenthalte Mitte der zwanziger Jahre eine Möglichkeit für sie, aktuelle Themen, wie die Industrialisierung und das damalige Frauenbild, aufzugreifen und ihnen künstlerisch Ausdruck zu verleihen.

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