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Leuchtreklame damals und heute

Beleuchtet oder nicht – Außenwerbung gibt es nicht erst seit gestern. Vor über 5000 Jahren erschien sie schon als Wegweiser in Form von Hieroglyphen auf Obelisken, und 500 v. Chr. meißelten ägyptische Händler Werbe- und Verkaufsbotschaften in Stein. Jahrhunderte später erschienen sogenannte „Nasenschilder“ an Hauswänden von Geschäften, Gasthäusern und Hotels, die auf das jeweilige Gewerbe hinwiesen. Nasenschilder deshalb, weil sie wie Nasen aus der Wand herausragten und damit das „Hotel zur Post“ oder das „Wirtshaus zum Hirsch“ anpriesen.

Plakatwerbung auf Litfaßsäule & Co.

1855 wurden in Berlin die ersten „Annoncier-Säulen“ aufgestellt, die bekannt wurden als Litfaßsäulen – benannt nach dem Druckereibesitzer Ernst Litfaß (1816-1874), der die meterhohen zylinderförmigen Anschlagsflächen in Deutschland etablierte. Während Litfaßsäulen damals „Zeitung für die Straße“ genannt wurden und hauptsächlich dem Anschlagen von Plakaten und Anzeigen dienten, sind die heutigen Modelle weitaus vielfältiger: Sie können sich drehen, sind oftmals auch beleuchtet oder zeigen Videoclips und Animationen.

Besondere Formen der Leuchtreklamen

Eine der ältesten und bekanntesten deutschen Leuchtreklamen ist das Bayer-Kreuz des Leverkusener Konzerns, das in den 1930er Jahren entstand und bis zum Jahr 2009 mit 1700 Glühlampen betrieben wurde, bevor man auf LEDs umstellte. International bekannte Verkehrsknotenpunkte wie der Times Square in New York oder Piccadilly Circus in London sind beliebte Standort für großflächige Leuchtreklame. Eine besondere Art der Lichtreklame lässt sich an großen Büro-Hochhäusern verwirklichen: Man lässt abends und nachts die Raumbeleuchtung in bestimmten Mustern brennen und vermittelt damit der Außenwelt eine Werbebotschaft.

Einfache Plakatwände und Fassadenwerbeflächen werden zunehmend von den Nachfahren der Litfaßsäule, den sogenannten City-Light-Postern oder auch City-Light-Boards, ergänzt oder auch ersetzt. City-Light-Boards sind verglaste, hinterleuchtete Großflächenvitrinen, deren meist zehn Quadratmeter große Werbefläche Autofahrern an viel befahrenen Straßen in 2,50 Metern Höhe entgegenblickt.

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