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László Moholy-Nagy: Wegbereiter des Grafikdesigns

Er war Fotograf, Zeichner, Bildhauer, Designer und Regisseur: László Moholy-Nagy (1895-1946) war ein multimediales Naturtalent und kann als Wegbereiter des Grafikdesigns bezeichnet werden. Der gebürtige Ungar war gegenüber neuer Technik sehr aufgeschlossen und äußerst experimentierfreudig.

Ohne Licht keine Kunst

Licht war eine wichtige Voraussetzung für die Werke Moholy-Nagys. Für ihn bekam Kunst erst dann eine Bedeutung, wenn sie von Licht reflektiert wird. Das Steckenpferd von László Moholy-Nagy war daher das Fotografieren ohne Fotokamera, das so genannte „Malen mit Licht“. Lichtempfindliche Materialien, wie etwa Fotopapier, werden direkt belichtet. Dabei entstehen kunstvolle Fotogramme. Besondere Aufmerksamkeit erreichte Moholy-Nagy mit seinem Licht-Raum-Modulator dem Jahr 1930 – ein wahres Kunstwerk der Farbe, des Lichts und der Bewegung. 1937, sieben Jahre später, zwang ihn die Machtergreifung der Nationalsozialisten, zur Emigration aus Deutschland in die Vereinigten Staaten. In Chicago gründete er die „Chicago Design School“ und das „New Bauhaus“. Zuvor hatte er mehrere Jahre am berühmten Bauhaus unterrichtet, dessen Gründer, Walter Gropius, er 1922 in Berlin kennengelernt hatte.

Der Licht-Raum-Modulator

Das Original seines Licht-Raum-Modulators nahm Moholy-Nagy mit in die USA. Eine Nachbildung ist im Bauhaus-Archiv Berlin zu finden. Im Zuge der Erfindung des Modulators betätigte sich László Moholy-Nagy als Regisseur. Im Film Lichtspiel Schwarz-Weiß-Grau“ stellt er die Funktionsweise des Modulators vor. Die beeindruckenden Lichteffekte erzielt dieser durch seine kubische Form, um deren runde Öffnung in der Mitte farbige Glühlampen angebracht sind. Auf einem Teller im Inneren des mit Lochmustern versehenen Kubus befinden sich weitere Glühlampen, sodass bei Bewegung zu unterschiedlicher Zeit, unterschiedliche Effekte entstehen.

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