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Lampenfieber positiv nutzen

Schlotternde Knie, trockener Mund, die Schweißflecken unter dem Jackett sind fast genauso groß wie die Angst vor dem völligen Versagen der Stimme. Wer diese Anzeichen verspürt, ist meist ein Opfer von Lampenfieber. Am liebsten würde man jetzt die Flucht ergreifen. Dieser durch Angst ausgelöste Fluchtreflex hat unsere Vorfahren vor so mancher Gefahr bewahrt. In Studium oder Beruf und überall dort, wo Rhetorik und Darstellungsvermögen gefragt sind, ist dieser allerdings hinderlich. Doch der Fluchtgedanke muss erst gar nicht aufkommen. Es gibt Mittel, die helfen mit Lampenfieber besser umzugehen. Dann kann es uns sogar positive Impulse geben.

Zum Umgang mit Lampenfieber

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: wohldosiertes Lampenfieber, also ein gewisses Maß an Nervosität, kann auch ein Antrieb dafür sein, seine Sache besonders gut zu machen. In Stresssituationen – zu denen z.B. auch öffentliche Reden gehören – wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Dies macht uns wach und konzentriert. Wären wir völlig entspannt, wären wir auch sehr viel unaufmerksamer und vermutlich auch nachlässiger. Nimmt die Aufregung (ausgelöst durch Versagensängste) jedoch krankhafte Züge an, ist es empfehlenswert professionelle Hilfe anzunehmen um gegenzusteuern.

Psychologen sehen den Grund für ausgeprägtes Lampenfieber darin, dass viele Menschen sich zu viele Gedanken über mögliche negative Kritik machen. Daher sollte man an seiner grundsätzlichen Einstellung arbeiten. Lampenfieber ist dann kein Hindernis, sondern ein Ansporn. Um die Angst vor einem Auftritt oder einer freien Rede abzubauen ist es ratsam, solche Situationen zu trainieren. Stellt man sich öfter derartigen Herausforderungen – etwa im Freundes- und Bekanntenkreis –, kann man, bestärkt durch positive Rückmeldungen, den „Feind“ Lampenfieber zu seinem Freund machen.

Der richtige Umgang mit Lampenfieber ist auch für Schauspieler, Musiker und andere Künstlergruppen wichtig. Das Lampenfieber und die (Theater-)Bühne gehören untrennbar zusammen. Die Angst vor dem Auftritt kennen Schauspieler nur allzu gut. Im Theater hat der Begriff „Lampenfieber“ seinen eigentlichen Ursprung. Gemeint ist das Rampenlicht, das auch als „die Lampen“ bezeichnet wird. Die Lampen erwärmen sich und dadurch auch der Körper des Schauspielers, der sozusagen Fieber bekommt – eben Lampenfieber.

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2 Kommentare zu “Lampenfieber positiv nutzen”
  1. Uwe Hampelam 22.03.2012 um 09:31

    Lampenfieber entsteht durch Prozesse, die auf der unbewussten Ebene ablaufen. Deshalb ist es hilfreich, die Veränderungsprozesse auch dort einzuleiten.

  2. Miss Verständnisam 27.03.2012 um 08:56

    Es ist wirklich so: Lampenfieber ist wichtig vor einem Auftritt, sonst bringst du kein Feuer rüber. Aber wenn du soviel davon hast, dass es dich lähmt ist es natürlich echt ein Problem. Sich selbst nicht ganz so ernst nehmen, ist für mich ein gutes Rezept dagegen. Um ein bisschen weiter in die Materie einzusteigen, und seine Angst besser zu verstehen, sei euch auch diese Arbeit “Angst vor dem Auftritt” ans Herz gelegt: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110787.html#inside

    Viel Spass auf der Bühne und nieder mit dem Perfektionismus ;)

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