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Kinder, Kostüme und Kürbisse – Es ist Halloween!

Geister, gruselige Kostüme und Kürbisse – spätestens bei der Erwähnung der nahrhaften Kulturpflanze weiß jeder von welchem Fest die Rede ist. Denn der Kürbis gehört zu Halloween wie das Osterei zu Ostern und der Tannenbaum zu Weihnachten. Halloween und das damit verbundene Brauchtum stammt, glaubt man der Überlieferung, aus einer Zeit von vor über 2000 Jahren. Damals feierten die Kelten im alten England das so genannte „Samhain“-Fest – und zwar immer am 31. Oktober. Denn an diesem Tag endete im keltischen Kalender das Jahr. Bei den Kelten gab es lediglich zwei Jahreszeiten: den Sommer und den Winter. Mit dem Licht von riesigen Lagerfeuern wollte man den Sommer verabschieden und den Winter willkommen heißen. Außerdem waren die Kelten der festen Überzeugung, dass die Seelen der Toten in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November (Allerheiligen) heimkehren – zurück zur Erde und in ihre Häuser. Man fürchtete sich jedoch vor jenen, die trotz des Lichts des Feuers herumirrten und Angst und Schrecken verbreiteten.

Seit dem Jahr 835 nach Christus ist der 1. November ein christlicher Feiertag: Allerheiligen. Mit den Jahren wurde aus dem „Samhain“-Fest „das Fest am Abend vor Allerheiligen“, was auf Englisch „All Hallows’ Evening“ heißt. Die Abkürzung davon lautet wiederum „Hallows’ E’en“. Es wird vermutet, dass sich diese Abkürzung im Sprachgebrauch mittlerweile zu „Halloween“ gewandelt hat. Irische Immigranten machten den Brauch im 19. Jahrhundert in Nordamerika populär. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts kennt und feiert man Halloween auch bei uns. Kostümierte Kinder gehen bei Einbruch der Dämmerung von Haus zu Haus und fordern „Süßes oder Saures“, zur Beleuchtung des Hauseingangs gesellt sich ein ausgehöhlter, von innen beleuchteter Kürbis und auf Halloween-Partys sind Lichterketten im Kürbisdesign der letzte Schrei.

Ein Kürbis als Beleuchtung – warum eigentlich?

Ein Kürbis mit geschnitztem Gesicht als Laterne vor die Tür zu stellen, kann vermutlich auch als „Überrest“ der Kelten bezeichnet werden. Die geschnitzte Fratze ist als Kürbislaterne im Inneren mit einem Licht erleuchtet und soll böse Geister vertreiben. Doch warum ist nun eigentlich der Kürbis untrennbar mit Halloween verbunden? Dies geht auf die irische Legende des Hufschmieds Jack O. zurück, der es schafft mehrere Male den Satan zu überlisten und daher nach seinem Ableben weder in den Himmel noch in die Hölle kommt. Damit er ein wenig Licht in der Dunkelheit hat, bekommt er vom Teufel jedoch ein glühendes Stück Kohle. Dieses Stück Kohle steckt Jack O. der Sage nach in eine ausgehöhlte Rübe, in die er eine Öffnung geschnitzt hat, damit der Schein des Lichts nach außen dringen kann. Als der Brauch und die Legende des Hufschmieds Jack O. nach Amerika schwappte, nahmen die Amerikaner jedoch Kürbisse anstelle von Rüben – diese leichte Abwandlung wird als die Geburtsstunde der berühmten Kürbislaterne, der Jack O‘ Lantern angesehen. Diese Laternen haben sich bis heute durchgesetzt. Im Wandel der Zeit und durch neue Technologien sind immer weitere Dekorationsmöglichkeiten hinzu gekommen: etwa die bereits erwähnten Lichterketten im Kürbisdesign oder Kürbisse als LED-Solarleuchten, die beispielsweise mit einem Spieß vor dem Blumenbeet am Hauseingang ihren Platz finden und so die vielen bösen Geister vertreiben.

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