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Feuerwerk: Warum lassen wir’s krachen und leuchten?

Jedes Jahr am 31. Dezember, wenn sich die Zeiger der Uhren langsam auf Mitternacht zu bewegen, holen die meisten von uns ihre Feuerwerkskracher und Leuchtkanonen hervor. Das alte Jahr lässt man hinter sich und begrüßt das neue voller Erwartungen mit einem prächtigen Feuerwerk. Doch woher kommt eigentlich die Tradition des Feuerwerks an Silvester? Schon die Germanen pflegten das Ritual, mit Lärm die bösen Geister zu vertreiben. Sie benutzen dazu u. a. Dreschflegel und Peitschen. Die Chinesen entdeckten im 8. Jahrhundert explosive Stoffe (Salpeter, Holzkohle und Schwefel – bei uns bekannt als Schwarzpulver), die von holländischen Seefahrern im 13. Jahrhundert nach Europa gebracht und zunächst nur in Kriegswaffen eingesetzt wurden.

Friedlicher Einsatz

Der erste friedliche Einsatz von Schwarzpulver fand 1379 in Florenz im Rahmen der Pfingstfeierlichkeiten statt. In Deutschland wurde 1507 während des Reichstags zu Konstanz erstmals ein Feuerwerk gezündet. Der französische Hof Ludwigs XV. war bekannt für seine großen Feuerwerke zu Silvester. Neben dem Effekt, dass es bei einem Feuerwerk immer ordentlich kracht, kam auch immer mehr die optische Komponente – die Lichter und Farben – hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde eine günstige Massenproduktion möglich, so dass das Silvesterfeuerwerk für Privatpersonen erschwinglich wurde. 1838 gründete Georg Berckholz die erste deutsche Feuerwerksfirma.

Klassifizierung von Feuerwerkskörpern

Dadurch, dass die Handhabung von Feuerwerkskörpern nicht ganz ungefährlich ist, endet so manche Silvesternacht in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses. Häufig führen fehlende Vorsicht und das erneute Zünden von Blindgängern zu solchen Unfällen. Damit man das neue Jahr unbeschadet begrüßen kann, sollte man die Gebrauchsanweisung des Herstellers gründlich lesen und die Kategorisierung der Feuerwerkskörper beachten. Kleinstfeuerwerke (Klasse I) umfassen Scherzartikel, Tischfeuerwerke usw. und unterliegen keiner gesetzlichen Einschränkung. Sogenannte Kleinfeuerwerke (Klasse II) dürfen nur an Erwachsene verkauft und von ihnen gezündet werden. Mittelfeuerwerke (Klasse III) und Großfeuerwerke (Klasse IV) hingegen gehören ausschließlich in die Hände von ausgebildeten Pyrotechnikern.

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