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Eine bahnbrechende Erfindung feiert Geburtstag: 125 Jahre Automobil

Am 29. Januar 1886 meldete Carl Friedrich Benz (1844-1929) seinen „Motorwagen Nummer 1“ zum Patent an und bereitete damit den Weg für die weitere Entwicklung und den Fortschritt der Automobilindustrie. Die erste aufsehenerregende Fahrt über Land von Mannheim nach Pforzheim unternahm seine Frau Bertha ohne das Wissen ihres Mannes zusammen mit den Söhnen Richard und Eugen.

Wer hat‘s erfunden?

Das Jahr 1886 gilt zwar als Geburtsstunde des Automobils und Carl Benz offiziell als dessen Erfinder, er stützte sich aber bei seiner Entwicklung auch auf das Wissen und die Entwicklungen anderer Erfinder, wie z. B. Wilhelm Maybach (1846-1929), Nikolaus Otto (1832-1891) und Gottlieb Daimler (1834-1900). Daimler und Otto brachten 1877 den Otto-Motor zur Serienreife.

In den ersten Jahrzehnten war der Privatbesitz eines Automobils lediglich ein weiteres Privileg für die reiche Oberschicht und das sollte in Deutschland, der Heimat des Automobils, auch noch viele Jahrzehnte so bleiben. Trotzdem änderte sich vieles: Pferdedroschken und Pferde-Lastwagen wurden durch Omnibusse, Taxis und Lastkraftwagen ersetzt, die Fortbewegung der Menschen und der Warenumschlag gingen immer schneller vonstatten.

1912 führte Henry Ford in den USA die Fließbandproduktion ein, was das Automobil erschwinglich und somit auch massentauglich machte. Zwei Weltkriege und ihre Folgen verhinderten diesen schnellen Siegeszug des Autos in Deutschland. Erst in den 1950 und 1960er Jahren rückte der Erwerb eines Privat-Autos für den Ottonormalverbraucher in Deutschland in greifbare Nähe.

Das Elektroauto – Automobil der Zukunft?

In den letzten 125 Jahren wurden die Autos immer weiter entwickelt, sie wurden immer schneller und immer technisierter. Weltweit werden jährlich ca. 60 Millionen Autos produziert und in Deutschland besitzt jeder Zweite ein Auto. Aber bereits in den 1970er Jahren wurde anhand der Ölkrise und der damit einhergehenden „Autofreien Sonntage“ klar, dass die Tage des Benzinmotors gezählt sind und ein Umdenken hinsichtlich der Antriebsmöglichkeiten unumgänglich ist. Die Zukunft gehört Elektroautos und dem solarbetriebenen Auto. Dabei ist der Elektroantrieb gar keine neuartige Erfindung. Bereits 1881 stellte der Ingenieur Gustave Trouvé auf der internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris ein elektrisches Drei-Räder-Fahrzeug vor. In der Anfangszeit des Automobils waren Elektroautos aufgrund der geringeren Geräuschentwicklung und der schnelleren Geschwindigkeit sehr beliebt. Der Belgier Camille Jenatzy stellte 1899 mit einem Elektroauto den damaligen Geschwindigkeits-Weltrekord von 105,88 km/h auf. Allerdings hatten die Elektroautos zwei entscheidende Nachteile: die geringere Reichweite und das langwierige Aufladen.

Der Verbrennungsmotor ließ größere Reichweiten zu und es wurden immer schnellere Autos entwickelt. Doch in Zeiten der schwindenden Ressourcen und zunehmenden Umweltbewusstseins geht die Entwicklung in eine andere Richtung. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, den Elektromotor zu verbessern, die Reichweite zu vergrößern und die Ladekapazitäten zu verbessern. Das Elektroauto muss jedoch, um Massentauglichkeit und -akzeptanz zu erhalten, deutlich günstiger in der Anschaffung werden.

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