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Das Streichholz – ein kleines Licht und seine Rätsel

Er gilt als der Film, welcher das Genre des Italo-Western begründete und Clint Eastwood zum Star machte: „Für eine Handvoll Dollar“. Nicht nur der Poncho von Joe, so der Name Eastwoods im Film, sondern auch seine Zigarette, die er fast ständig im Mund hat, wurden zu einem der Markenzeichen dieser Figur. Ganz lässig steht Joe da und zündet sich immer wieder aufs Neue seine Zigarette mit einem Streichholz an, welches er wahlweise an seinem Hut, der Wand des Saloons, dem Sattel seines Pferdes oder ähnlichem reibt. Mal abgesehen davon, dass wir heutzutage nur sehr selten einen Sattel, eine Saloontür oder auch einen Cowboyhut gerade bei uns haben, um ein Streichholz anzuzünden, würde es mit den Streichhölzern, die wir heutzutage vor allem benutzen, auch gar nicht funktionieren. Doch wieso ist das so? Ist das nur wieder ein Trick der Filmindustrie?

Der Cowboy und sein Streichholz

Auch wenn einem vieles in Filmen häufig sehr unglaubwürdig vorkommt, sind die Szenen, in denen sich Cowboys und Gangster ganz cool ihre Streichhölzer an einem beliebigen Gegenstand anzünden, nicht durch irgendeinen Trick zustande gekommen. Denn die in den verschiedensten Western benutzten Streichhölzer sind  auch heute noch unter dem Namen Überall-Zündhölzer bekannt und werden auch heute noch genutzt – wenn auch nur bedingt. Denn da zum Anzünden der Zündhölzer nur eine geringe Energiezufuhr nötig ist, sind sie extrem gefährlich und können sich sogar durch Gegeneinanderpressen der Streichholzköpfe in der Packung ungewollt entzünden.

Das Streichholz – Feuer und Licht durch Schwefel und Phosphor

Damit nicht jedes Mal, wenn man eine Streichholzpackung in der Hosentasche hat, dort auch gleich ein kleines Feuer entsteht, haben sich heute vor allem die sogenannten „Sicherheitsstreichhölzer“ durchgesetzt, die 1848 von Rudolf Christian Boettger entwickelt wurden. Sie tragen ihren Namen aus dem Grund, da nur ein Reiben des mit Schwefel versehenen Zündkopfes auf der mit rotem Phosphor behandelten, rauen Oberfläche überhaupt erst eine Flamme möglich macht. Sollte sich heute dennoch mal ein Gegenstand scheinbar wie von Geisterhand entzünden, dann handelt es sich ja vielleicht um eine moderne LED-Kerze, dessen „Feuer“ sich dank Timer und Fernbedienung genau dann „entzündet“, wenn man es möchte.

 

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