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Was versteht man unter Niedervolt-Lampen?

Beim Kauf von Lampen oder Leuchtmitteln hat der Verbraucher aufgrund des schier unerschöpflichen Angebots an Ausführungen in Materialien, Form und Farben die Qual der Wahl. Ein weiteres Entscheidungskriterium stellt viele Verbraucher vor die Frage: „Was versteht man unter der Bezeichnung „Niedervolt“?

Schutzkleinspannung bzw. Schwachstrom – zwei Begriffe für Niedervolt

Fachleute verwenden in Bezug auf Niedervoltlampen die Bezeichnung „Schutzkleinspannung“, Verbraucher sprechen hingegen oft von „Schwachstrom“. Beides meint dasselbe: Lampen mit einem Stromkreislauf von geringer Betriebsspannung (maximal 50 Volt).

Für den gesunden Verbraucher bedeutet der Kauf einer Niedervoltlampe, dass er beim Gebrauch dieser Lampe keine Angst vor einem lebensgefährlichen Stromschlag haben muss.

Es gibt drei Formen von Kleinspannung: Niedervoltlampen mit Sicherheitskleinspannung (SELV, Safety Extra Low Voltage) bzw. Schutzkleinspannung (PELV, Protective Extra Low Voltage) sind mit einem besonderen Schutz vor elektrischen Stromschlägen ausgestattet. Niedervolt-Lampen mit Funktionskleinspannung (FELV, Functional Extra Low Voltage) funktionieren hingegen mit geringer elektrischer Stromspannung ohne zusätzlichen Schutz.

Vor- und Nachteile von Niedervolt-Lampen

Vorteilhaft bei Niedervolt-Halogenlampen sind zum Beispiel der Stecksockel und die Kompaktheit des Baus. Für die Betriebsspannung von 6, 12 bzw. 24 Volt wird ein Transformator gebraucht, der die 230-Volt-Netzspannung in die 12-Volt-Kleinspannung umwandelt.

Als nachteilig wird oft betrachtet, dass sich durch die Notwendigkeit eines Transformators der Kaufpreis erhöht. Zudem gilt der Transformator als zusätzliches Verschleißteil, das nach längerem Gebrauch der Niedervolt-Halogenlampe durch einen notwendigen Austausch weitere Kosten verursacht. Möchte man die Niedervolt-Halogenlampe dimmen, wird zusätzlich ein teurer Phasenabschnittsdimmer benötigt. Ausgleichen lassen sich diese hohen Anschaffungskosten aber durch die mit bis zu 5 000 Stunden vergleichsweise hohe Lebensdauer und die sehr gute Lichtausbeute.

Niedervolt-Halogenlampen zählen, ebenso wie herkömmliche Glühlampen, zu den Temperaturstrahlern. Die Abnutzung des Glühdrahtes ist jedoch bei Niedervolt-Halogenlampen geringer als bei Glühlampen, da der Glaskolben mit Halogengas gefüllt ist.

Zu den Leuchtmitteln der Zukunft zählen auch IRC-Halogenlampen

Neu auf dem Leuchtenmarkt sind die energiesparenden IRC-Halogenlampen (Infra-Red-Coating = Infrarot-reflektierende Beschichtung). Clou dieser neuartigen IRC-Technik ist die spezielle Beschichtung des Glaskolbens, die die abgestrahlte Wärme wieder zurück zum Glaskolben reflektiert, was eine Energieersparnis von bis zu 30 Prozent ermöglicht. Diese Energieeffizienz wird dazu beitragen, dass Niedervolt-Halogenlampen in Kombination mit der neuen IRC-Technik den Leuchtenmarkt erobern werden.

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