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Forschen, tüfteln, verbessern

Der Abschied der Glühlampe ist eine im Jahr 2009 von der Europäischen Union beschlossene Sache. Verbraucher müssen sich also mit anderen Leuchtmitteln vertraut machen und die Leuchtmittelindustrie forscht eifrig nach neuen Technologien. Bereits bekannte Alternativen für die Glühlampe sind zum Beispiel Energiespar- oder Halogenlampen. Zu nennen ist vor allem aber auch die LED (engl. light emitting diode).

Die Entdeckung der Leuchtdiode

Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es neben farbigen LEDs auch weiße. Seither wird die Leuchtdiode nicht nur als Kontrolllämpchen eingesetzt – auch dekorative Wohnraumleuchten erstrahlen nun im Licht des energieeffizienten und robusten Leuchtmittels. Die LED ist eine relativ junge Erfindung. 1907 entdeckte der englische Forscher Henry Joseph Round die Elektrolumineszenz, das Prinzip auf dem die Funktionsweise der LED beruht. Elektrische Energie wird beim Durchfluss durch einen Halbleiter in Licht umgewandelt. 1962 kamen die ersten industriell produzierten LEDs auf den Markt.

Die Weiterentwicklung der LED

Immer wichtiger wird natürlich auch die Erforschung neuer Verfahren zur Herstellung von Leuchtmitteltechnologien – beispielsweise von eben jenen LEDs. Die Produktionskosten von LEDs sind vergleichsweise hoch und gelten daher als verbesserungswürdig. Wie Forscher der Universität Bremen herausgefunden haben, lässt sich mit einem neuartigen Verfahren der Herstellungsprozess von LEDs sowohl vereinfachen als auch kostengünstiger gestalten. Die Lösung sind LEDs aus Zinkoxid-Nanodrähten. Dafür werden unterschiedliche Salze und Wasser in einem Druckbehälter über mehrere Stunden auf bis zu 200 Grad erhitzt. Später werden Glasplättchen hinzugefügt. Sie bekommen durch das Erhitzen einen Überzug aus Zinkoxid-Teilchen. Drückt man die Glasplättchen aneinander und leitet Strom durch sie hindurch, spenden sie Licht. Für die Entdeckung dieses innovativen Verfahrens erhielt das Forschungsteam aus Bremen einen Preis im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Inzwischen hat die Universität Bremen auch das Patent für das neue LED-Herstellungsverfahren angemeldet.

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