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Dünn, originell, effizient – OLED

Welchem Leuchtmittel gehört die Zukunft? Oft wird diese Frage mit „LED“ (Light Emitting Diode) beantwortet. Mittlerweile kann die Antwort aber auch „OLED“ lauten, denn die Familie der LEDs hat Zuwachs bekommen. Der Startschuss dafür viel bereits 1990 mit den ersten leuchtenden Polymermaterialien (PLED). Seither werden die Fähigkeiten der OLED stetig optimiert. OLED steht für Organic Light Emitting Diode und meint äußerst flache Bauelemente aus organischen Materialien, so genannten organischen Halbleitern. Da OLEDs extrem dünn sind (etwa 1,8 Millimeter), erinnern sie an Kunststofffolien. Erstaunlich ist, dass die organischen Leuchtdioden tatsächlich auch so großflächig eingesetzt werden können wie Kunststofffolien – und zusätzlich, wenn sie unter Stromspannung gesetzt werden, auch noch für Licht sorgen. Innovativen Charakter haben OLEDs daher vor allem, weil es sich bei ihnen um die ersten großflächigen Lichtquellen handelt. LEDs kennt man als punktuelle Lichtquellen. Auch weiß man ihre lange Lebensdauer zwischen 20 000 und 50 000 Stunden zu schätzen – in diesem Punkt können OLEDs noch nicht mithalten. Sie erreichen eine Betriebsdauer von etwa 10 000 Stunden. Doch die organischen Leuchtdioden eröffnen Designern ganz ungewöhnliche Gestaltungsspielräume. Leuchtende Tapete, leuchtender Schmuck oder leuchtende Kleidung sind keine Utopie mehr, sondern können tatsächlich realisiert werden. Möglich sind sogar faltbare Bildschirme. Durch ihr geringes Gewicht kann eine OLED für die unterschiedlichsten Objekte eingesetzt werden. Beispielsweise können sie sogar in andere Materialien wie Stoff oder Papier eingearbeitet werden.

Noch entwicklungsfähig aber auf dem Vormarsch: OLEDs

Auch technisch betrachtet bieten OLEDs durchaus Vorteile: ihr Licht ist verzögerungsfrei, stufenlos dimmbar, relativ farbecht und blendfrei. Auch muss man keine Angst vor der Berührung einer organischen Leuchtdiode haben. Als so genannte kalte Beleuchtungquelle geht von ihr keine Verbrennungsgefahr aus, was einer Verarbeitung zu einem Kleidungsstück aus OLEDs gewiss sehr entgegen kommt. Auch gelten OLEDs als umweltfreundlich und recycelbar, denn sie sind frei von Quecksilber oder etwaigen anderen Schadstoffen. Zudem bieten sie eine Vielzahl an Lichtfarben. Verbesserungswürdig wäre – neben der bereits erwähnten Lebensdauer – auch die grundsätzliche Robustheit der OLED-Bauteile. Dann kann ihnen zum Beispiel auch Wasser nichts mehr anhaben. Die Forschung arbeitet derzeit daran wie man es schafft die organischen Leuchtdioden besser zu schützen und dabei gleichzeitig ihre außergewöhnliche Flexibilität zu bewahren. Eines Tages wird die organische Leuchtdiode vermutlich genauso selbstverständlich in unseren Alltag integriert sein wie schon die zahlreichen anderen Leuchtmittel vor ihr. Und dennoch scheint mit ihr ein neues Zeitalter anzubrechen. Wie flexibel einsetzbar OLEDs sind zeigt die Produktpallette in der sie schon jetzt auf dem Markt erhältlich sind: ob in Handys, Computer- und Fernsehbildschirmen oder Digitalkameras – zahlreiche weitere werden mit Sicherheit folgen.

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