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Der langsame Tod der Glühlampe

Das Schicksal der europäischen Glühlampe ist besiegelt. Im Herbst 2009 hat die Europäische Union (EU) das Glühlampenverbot beschlossen. Daher werden Glühlampen bis 2016 nun schrittweise aus dem Handel verschwinden. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, künftig den Kohlendioxid-Gehalt zu senken. Glühlampen sind so genannte Wärmestrahler und wandeln lediglich 5 Prozent der von ihnen verbrauchten Energie in Licht um. Die übrigen 95 Prozent verpuffen als unnütze Wärme. Die Glühlampe gilt daher als wenig energieeffizient und als nicht mehr zeitgemäß. Doch nicht nur in Europa ist die Glühlampe ein Auslaufmodell. Auch anderswo sieht man sich gezwungen zu reagieren.

Wie verfahren andere Länder mit der Glühlampe?

In Argentinien und Australien hat man ebenfalls ein Verbot von Glühlampen beschlossen. In den Vereinigten Staaten von Amerika gilt ab Januar 2012 eine neue Bestimmung über die Effizienzstandards von Glühlampen. Dort müssen sich Verbraucher ebenfalls umstellen, denn ab diesem Zeitpunkt müssen sie sich mit Glühlampen begnügen, die 25 bis 30 Prozent weniger Energie aufweisen. Man hat sich in Übersee also für kein endgültiges Aus für die Glühlampe entschieden.

Kritik am Glühlampenverbot

Hierzulande gab es immer wieder kritische Stimmen, die sich gegen das Glühlampenverbot ausgesprochen haben – darunter zum Beispiel der renommierte Lichtdesigner Ingo Maurer. Mit der Zeit verstummt die Kritik aber nach und nach. In den USA, so scheint es, wird die Vorschrift der Wahl des Leuchtmittels gar als Angriff auf die persönliche Freiheit des Einzelnen gewertet. Die amerikanische Politikerin Michele Bachmann, Kandidatin der Republikanischen Partei im Präsidentschaftswahlkampf 2012, unterbreitete daher den Vorschlag eines Gesetzes zur freien Leuchtmittelwahl. Niemand müsse sich vorschreiben lassen, welches Leuchtmittel er kaufen solle, argumentiert Bachmann.

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