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Bewegungsmelder – Licht wirklich nur dann, wenn es gebraucht wird

Bedenkt man, dass etwa 19 % des weltweiten Energieverbrauchs auf die Beleuchtung entfallen und davon auch ein Teil auf unnötig eingeschaltetes Licht, sollte man sich Gedanken machen, wie man diese Energie- und Geldverschwendung eindämmen kann. Die Zeitspanne, in der Licht brennt, ohne gebraucht zu werden, lässt sich beispielsweise mit einem Bewegungsmelder auf ein Minimum reduzieren. Die Entwicklung von Bewegungsmeldern ist heutzutage auf einem Stand, der hohen Komfort bietet – nicht vergleichbar mit Produkten vor 20 Jahren, als die Bewegungsmeldertechnik noch in den Kinderschuhen steckte. Neben dem Aspekt der Energieersparnis sind Bewegungsmelder in Kombination mit Außenleuchten auch deshalb beliebt, weil sie schon so manchen Einbrecher von seinem Vorhaben abgebracht haben, wenn er plötzlich in einer hell erleuchteten Einfahrt steht.

Automatisches Licht mit Bewegungsmeldern

Bewegungsmelder liefern automatisches Licht und fungieren quasi als Ersatz für den Lichtschalter. Andere Gründe, warum man eine Leuchte mit Bewegungsmelder verwenden sollte, sind das angesprochene Energiesparen oder z. B. auch eine Alarmschaltung. Beim Kauf eines Bewegungsmelders sollte man sich folgende Fragen stellen bzw. folgende Funktionen genauer unter die Lupe nehmen: Wie groß ist der Überwachungsbereich? Ist die Empfindlichkeit regulierbar? Wie lange ist die Nachlaufzeit?

Waren Bewegungsmelder bisher hauptsächlich nützliche Helfer im Außenbereich, sind sie mittlerweile auch im Innern des Hauses gern gesehene Hilfsmittel. In Wohn- und Kellerräumen, langen Hausfluren oder Foyers kommt das automatische Licht durch Bewegungsmelder immer mehr in Mode. Ist man nur kurzzeitig in einem Raum, oder möchte man in einem Durchgangszimmer oder einem Flur eine praktische und sichere Beleuchtung, die auch ohne Betätigung des Lichtschalters angeht, ist ein Bewegungsmelder eine praktische Lösung.

Zwei Arten von Bewegungsmelder

Begonnen hat die Entwicklung von Bewegungsmeldern mit Infrarotsensoren. Heutzutage gibt es auch Bewegungsmelder, die mit Ultraschall arbeiten. Infrarot-Bewegungsmelder sind elektrische Sensoren, die mit der Wärmestrahlung des Menschen arbeiten. Jeder Körper, dessen Temperatur über -273,5°C, also dem absoluten Nullpunkt, liegt, gibt elektromagnetische Strahlung ab. Diese Strahlung liegt beim Menschen im Infrarot-Bereich. Bewegt sich der Mensch nun im Erfassungsbereich des Sensors, ändert sich die Temperatur auf der Sensorfläche. In diesem Sensor befindet sich ein pyroelektrisches Element, das elektrische Spannung erzeugt, sobald es sich erwärmt. Die elektrische Spannung führt dazu, dass ein Relais betätigt wird und die Lampe leuchtet. Auf statische Wärmeunterschiede, wie Sonneneinstrahlung, reagiert ein Infrarot-Bewegungsmelder nicht. Infrarot-Sensoren gehören im Gegensatz zu den Ultraschall-Sensoren zu den passiven Meldern, die selbst keine Strahlung aussenden, sondern nur auf von Objekten ausgesandte Strahlen reagieren.

Ultraschall-Bewegungsmelder sind hingegen aktive Melder, die Schallwellen aussenden und bei Unterbrechung der Schallwellen, etwa durch Personen oder Tiere, die Schaltung des Lichts auslösen. Da bei Ultraschall-Bewegungsmeldern die Luft das Trägermedium ist, sollten sie nicht hinter Vorhängen, über Heizkörpern oder Lüftungsschächten angebracht werden. Für den Außenbereich ist diese Art der Bewegungsmelder deshalb auch ungeeignet; sie würden nämlich auf jede Bewegung von Zweigen und Büschen, die sich in der Reichweite des Sensors befinden, reagieren.

Dämmerungsschalter und das richtige Leuchtmittel

Moderne Bewegungsmelder verfügen zusätzlich über einen integrierten Dämmerungsschalter, der bewirkt, dass die Beleuchtung nur bei entsprechender Dunkelheit vom Bewegungsmelder eingeschaltet wird. Ab welchem Grad von Dunkelheit der Bewegungsmelder aktiv wird, ist bei modernen Bewegungsmeldern einstellbar – ebenso die Zeitspanne, die das Licht eingeschaltet bleiben soll.

Um mit einem Bewegungsmelder eine sichere und effiziente Lichtquelle zu schaffen, muss man außerdem auf die Wahl des Leuchtmittels achten. Da man in den Bereichen, in denen Bewegungsmelder eingesetzt werden, unbedingt sofort ausreichend Helligkeit benötigt, die Brenndauer dann jedoch meist nicht sehr lang ist, sind Energiesparlampen grundsätzlich weniger geeignet. Ihnen schadet nämlich das häufige Ein- und Ausschalten, und sie spenden nicht sofort volle Helligkeit. Besser geeignet sind Glühlampen, Halogenlampen oder LEDs.

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Ein Kommentar zu “Bewegungsmelder – Licht wirklich nur dann, wenn es gebraucht wird”
  1. Janam 11.10.2010 um 11:42

    Kann ich nur zustimmen. Ich setze Bewegungsmelder seit Jahren draußen ein (Einfahrt und vor der Haustüre) und habe vor kurzem einen Bewegungsmelder in der Küche installiert. Ist am Anfang etwas gewöhungsbedürftig aber definitiv eine Hilfe.

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