admin

Wildunfälle – vermeidbar durch neue Kfz-Lichttechnologie?

Die dunkle Jahreszeit beginnt und mit ihr die Hochzeit der Wildunfälle. In jedem Jahr sind in Deutschland mehr als 200.000 Wildunfälle zu verzeichnen, mit all ihren Folgen: toten und verletzten Menschen und Tieren sowie immensen Versicherungsschäden.

Vorbeugemaßnahmen wie das Zurückschneiden des Pflanzenwuchses an den Straßenrändern, das Aufstellen von Duftzäunen oder die Anbringung solarbetriebener Reflektoren an den Leitpfosten halfen bisher nur wenig. Die Tiere lassen sich zwar zu Anfang abschrecken, nach einer Weile jedoch gewöhnen sie sich daran und gehen weiterhin ihre gewohnten Wege zu Futter- und Wasserstellen.

Die Automobilindustrie hat das Problem der erhöhten nächtlichen Unfallgefahr durch Wildwechsel, aber auch durch das zu späte Erkennen von Fußgängern, Radfahrern etc. erkannt und arbeitet mit Hochdruck daran, Infrarot-Nachtsichtsysteme für Autos zur Serienreife zu bringen. Ein Nachtsichtassistent mit zusätzlichen Scheinwerfern soll Personen sowie Tiere am Straßenrand für den Autofahrer besser und vor allen Dingen früher erkennbar machen. Auch ein automatisches Abbremsen des Autos bei Eintritt einer solchen Gefahrensituation wird für die Zukunft ins Auge gefasst. Bis zur Marktreife dieser Hilfsmittel hilft nur: Vorsichtig und vorausschauend fahren!

Wildunfälle reduzieren durch angepasste Fahrweise

Die meisten Wildunfälle passieren in den Monaten Mai, wenn vermehrt Tiere nach einem langen Winter auf der Suche nach frischem Grün die Straße queren, bzw. in der Brunftzeit der Tiere zwischen August und Oktober. Vor allem in dieser Zeit sollten Autofahrer in der Dämmerung und nachts (5-8 Uhr, 17-0 Uhr) langsam fahren (nicht schneller als 80 km/h) und stets bremsbereit sein. Städte und Gemeinden haben in der Regel die Gefahr erkannt und Straßenabschnitte, auf denen häufig mit Wildwechsel zu rechnen ist, mit dem Wildwechsel-Verkehrszeichen gekennzeichnet. Tauchen Tiere im Blickfeld des Fahrers auf, gilt: Bremsen, abblenden und hupen! Vorsicht vor Ausweichmanövern: Sie sind gefährlich und haben oft schwerwiegende Folgen. Sollte es doch einmal zu einem Zusammenstoß mit einem Wild gekommen sein, muss die Unfallstelle vorschriftsmäßig durch ein Warndreieck gesichert werden. Außerdem ist es ratsam, die Polizei zu verständigen. Sie informiert den zuständigen Jagdpächter bzw. den Förster, der sich um das verletzte oder tote Tier kümmern wird, und stellt auch die notwendige Unfallbescheinigung für die Versicherung aus.

Be Sociable, Share!
  • More in Wildunfälle – vermeidbar durch neue Kfz-Lichttechnologie?

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben