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Mit dem Elektrofahrrad in den Sommer

Das langweilige Image eines Fortbewegungsmittels für weniger trainierte oder ältere, gehandicapte Personen hat das Elektrofahrrad längst abgelegt. E-Räder oder E-Bikes, wie Fahrräder mit elektrischer Unterstützung auch genannt werden, sind längst auch in den Kreisen sportbegeisterter Freizeitradler und gesundheitsbewusster Büromenschen angekommen. Die Motorunterstützung wird nicht mehr als Makel angesehen, sondern vielmehr als zusätzlicher Spaßfaktor und Motivator für Bewegungsmuffel. Doch E-Bike ist nicht gleich E-Bike: Die elektrischen Fahrräder sind sowohl, was ihren rechtlichen Status als auch, was ihre Motorleistung betrifft, durchaus sehr unterschiedlich.

E-Bike vs. Pedelec

Der entscheidende Unterschied zwischen einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) und einem E-Bike liegt darin, dass das Pedelec den Fahrer nur während des Tretens mit der Motorleistung unterstützt, das E-Bike hingegen auch einen Gasgriff hat und ohne Tretleistung vom Motor angetrieben werden kann. Pedelecs gibt es mit unterschiedlicher Motorleistung. Ein Pedelec, das den Fahrer mit einer Leistung bis zu 250 Watt und bis maximal 25 km/h unterstützt – darüber hinaus ist der Fahrer auf die eigene Körperleistung angewiesen – ist rechtlich dem normalen Fahrrad gleichgestellt und benötigt deshalb kein Versicherungskennzeichen und keine Zulassung. Auch ein Führerschein ist nicht vonnöten.

Sogenannte S-Pedelecs gehören zu den Kleinkrafträdern, die eine Zulassung, ein Versicherungskennzeichen und ein Mindestalter von 15 Jahren voraussetzen. Grund dafür ist die leistungsstärkere Bauart der S-Pedelecs: Ihr Motor hat eine Leistung von 500 Watt und schaltet sich erst ab 45 km/h ab.

E-Bikes im engeren Sinn sind vergleichbar mit Elektromofas. Sie haben einen Gasgriff und fahren auch ohne Tretleistung. Helmpflicht besteht zwar nicht, aber ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Mofa-Prüfbescheinigung sind erforderlich.

Fahrradbeleuchtung bei E-Bikes & Co.

Die Vorschriften für die Beleuchtung der Elektrofahrräder hängen von ihrer rechtlichen Definition ab. Pedelecs, die aufgrund ihrer Leistung als normale Fahrräder gelten, müssen laut §67 der StVZO eine dynamobetriebene Beleuchtung aufweisen, auch wenn die Akku-Leistung selbst im Stehen für die Beleuchtung ausreichen würde. Zur regelkonformen Fahrradbeleuchtung gehören ein nach vorne gerichteter weißer Scheinwerfer, ein roter Rückstrahler und eine rote Schlussleuchte.

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