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Dunkel war’s, der Mond schien helle …

Seit jeher fasziniert der Mond die Menschheit. Vor ca. 4,6 Milliarden Jahren entstanden, ist er Ausgangspunkt für viele Legenden und Mythen. Von fast allen Kulturen dieser Welt wurde der Mond mit seinem faszinierenden Licht, das des Nachts vom sternenklaren Himmel scheint, als Gottheit verehrt. Die Römer verehrten ihn als Luna oder auch Diana, bei den Griechen waren es Selene und Artemis. Für die meisten Völker war der Mond eine weibliche Gottheit, während die Sonne als ihr männliches Gegenstück angesehen wurde. In der deutschen Sprache spiegelt sich diese Geschlechterverteilung nicht wie in vielen anderen Sprachen der Welt wider: Der Mond ist im Deutschen männlich und die Sonne weiblich.

Hellster Himmelskörper nach der Sonne

Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde und sollte, um genau zu sein, als Erdmond bezeichnet werden, denn ein Mond ist nichts anderes als ein Trabant, also ein Begleiter eines Planeten. Der Erdmond bewegt sich auf einer Umlaufbahn, die rund 385 000 Kilometer von der Erde entfernt ist. Nach der Sonne ist er der hellste Himmelskörper, auch wenn das Mondlicht, das wir auf der Erde sehen, nicht vom Mond selbst produziert wird. Er reflektiert lediglich das Licht der Sonne.

Nicht nur für helle Vollmondnächte sorgt der Mond auf der Erde, sondern auch für ein ausgewogenes Klima und Wetterbedingungen, die ein Leben für Menschen möglich machen. Die wechselseitigen Anziehungskräfte zwischen der Erde und ihrem Mond sind für den Menschen am offensichtlichsten in Form der Gezeiten. Dass Ebbe und Flut dem Mond zu verdanken sind, ist unbestritten; nicht wissenschaftlich nachgewiesen sind jedoch viele andere Erscheinungen, die angeblich mit dem Mond bzw. dem Vollmond in Verbindung stehen sollen: Schlaflosigkeit, Schlafwandeln, vermehrte Anzahl von Verkehrsunfällen usw.

Mondlicht: Symbol für Romantik

Ein klarer Nachthimmel, von dem die Sterne und der Vollmond scheinen, ist immer noch DAS Symbol für Romantik und stimmungsvolles Licht. Dabei ist die Beleuchtungsstärke des Mondes mit 0,2 bis 0,3 Lux verschwindend gering. Zum Vergleich: Eine Kerze erbringt im Abstand von einem Meter ein Lux, und das Sonnenlicht ist 300 000- bis 400 000-mal heller als der Vollmond. Zudem hängt die Helligkeit des Mondes noch von der jeweiligen Mondphase ab. Der Halbmond bringt anstatt der erwarteten 50 % sogar nur 11% der Helligkeit des Vollmonds auf. Dennoch: Die Faszination Mondlicht ist allerorten ungebrochen.

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