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Blitze und Wetterleuchten – beeindruckende Naturschauspiele

Gewitter sind ein häufig auftretendes Wetterphänomen, vor dessen Folgen viele Menschen Angst haben. Sie bringen Blitz und Donner mit sich sowie Starkregen, der für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller sorgt. Kinder ängstigen sich vor dem Krach schwerer Donnerschläge, Erwachsene fürchten Blitzeinschläge, die für Brände, Überspannungsschäden an elektronischen Geräten, aber auch Verletzungen durch Stromstöße ursächlich sein können.

Wie entstehen Blitz und Donner?

Am häufigsten kommt es im Sommer durch hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit zur Entstehung von Gewittern. Dringt warme, feuchte Luft zügig in hohe, kalte Bereiche der Atmosphäre vor, entsteht ein Wärmegewitter. Die Folge: Wolkenberge türmen sich auf, in deren höheren Schichten sich kristallisierte, gefrorene Wassertropfen aufgrund starker Windböen aneinander reiben, wodurch Spannung entsteht. Übersteigt diese Spannung den Wert von drei Millionen Volt, entlädt sich die Spannung und Blitze entstehen. Eine Urgewalt zieht ihre Bahn: mit 100.000 Kilometern pro Sekunde, einer Temperatur von 30.000 Grad Celsius, einer Stromstärke von 100.000 Ampere und einer Spannung von über zwei Millionen Volt. Über die genaue Entstehung der unterschiedlichen Blitzarten rätseln Forscher noch immer. Der gefürchtete, laute Donner kommt durch die große Wärmeentwicklung zustande. Durch Ausdehnung und anschließendes Zusammenziehen der Luft entsteht das laute Geräusch des Donners. Obwohl sich Blitz und Donner etwa zeitgleich entwickeln, ist der Blitz zuerst zu sehen, da die Schallgeschwindigkeit geringer ist als die Lichtgeschwindigkeit.

Was versteht man unter Wetterleuchten?

Oft sieht man in der Ferne den Himmel aufleuchten. Dieses Phänomen nennt man – abgeleitet vom Mittelhochdeutschen „weter“ = Wetter und „leichen“ = hüpfen, tanzen – Wetterleuchten. Wetterleuchten ist am Firmament zu bewundern, wenn das eigentliche Gewitter in weiter Entfernung stattfindet, so dass nur eine Reflektion der Blitze zu sehen ist. Ist das Gewitter weiter als 18 Kilometer entfernt, hört man auch keinen Donner.

Schutz vor Gewitterfolgen

Gewitterschäden kann man vorbeugen: Häuser, besonders Gebäude in exponierter Position, lassen sich durch Blitzableiter schützen, die den Blitz vom höchsten Punkt des Hauses in die Erde ableiten. Gefahr lauert aber auch durch Elektrogeräte. Die Stromleitungen sind stets geerdet, so dass es passieren kann, dass der Blitz von der Erde aus ins Telefon- und Stromnetz gelangt und über die Geräteanschlüsse z. B. Telefon, Fernseher und PC zerstört. Deshalb gilt: Naht ein Gewitter, alle Gerätestecker aus der Steckdose ziehen. Abhilfe schafft hier auch eine im Keller installierte Potenzialausgleichsschiene, an die alle Rohre und Kabel angeschlossen werden. Außerdem sollte man bei Gewitter weder duschen noch Geschirr spülen, da auch Wasser Elektrizität leitet. Hält man sich bei einem Gewitter im Freien auf, gilt es, sich nicht im Umfeld von hohen Bäumen oder Türmen usw. aufzuhalten. Sicheren Schutz bieten hingegen Auto oder Zug, da sie wie ein Faraday´scher Käfig wirken, der elektrostatische Felder abschirmt.

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